Big Impact Initiative Award:
METRO Pride

Auf den ersten Blick hat das Thema nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun, wenn man aber genau hinsieht, findet sich eine arbeitsrechtliche Perspektive. Es geht um den Abbau von Diskriminierung gegenüber Schwulen, genauer gesagt gegenüber Männern, die mit Männern Sex haben. Schwule, bisexuelle Männer und trans* Personen müssen aktuell eine Rückstellungsfrist von 12 Monaten einhalten, wenn sie Blut spenden wollen. Konkret heißt das, dass sie ihr Liebesleben ein Jahr aussetzen müssen, um dringend benötigtes Blut spenden zu können. In vielen anderen Ländern beträgt diese Rückstellungsfrist nur drei oder vier Monate. Diese Diskriminierung führte dazu, dass in dem Unternehmen des Netzwerks aus Protest gegen die aktuell geltende Rückstellungsfrist Blutspenden auf dem eigenen Campus eingestellt wurden. Zusätzlich hat sich das Netzwerk dafür eingesetzt, dass an der dahinterliegenden rechtlichen Regelung eine Änderung bewirkt wird. Auf Initiative des auszuzeichnenden Netzwerks hatte PROUT AT WORK dann gemeinsam mit 12 weiteren Unternehmen der deutschen Wirtschaft am 17. April 2020 das Positionspapier Blutspenden veröffentlicht und an die politischen wie medizinischen Entscheidungsträger versendet. Das auszuzeichnende Netzwerk hat mit dieser Initiative sowohl die innerbetrieblichen Maßstäbe gechallenged, als auch gesamtgesellschaftlich einen deutlichen Impact bewirkt.

Rising Star Award:
Be You @Beiersdorf

Schon mit der Auftaktkampagne konnte das Netzwerk 20 aktive Netzwerker_innen sowie 200 Allies gewinnen. Intern arbeitet Be You @ Beiersdorf intensiv an Diversity Workshops und engagiert sich so für eine offene Kultur. Eine der größten Errungenschaften des Netzwerks in diesem Jahr war sicher die Kampagne zur Pride Season: unter dem Hashtag PRIDEINSIDE sorgte es lokal in Hamburg mit dem Rainbow-Bulli für Awareness und Bildung auf der Straße. National sorgten die prominent vermarkteten Rainbowdosen der bekanntesten Marke des Konzerns in den Geschäften für Aufsehen. Zudem wurde die Kampagne, die aus dem unternehmensinternen LGBT*IQ-Netzwerk entstanden ist, mit einem Aufklärungsprojekt verbunden. Neben jedem Aufsteller im Handel waren Infoflyer zu finden, wofür sich das Unternehmen im Rahmen ihrer Corporate Social Responsiblity einsetzt: des Projekt ‚Olivia macht Schule‘ von Olivia Jones wurde finanziell unterstützt, womit LGBT*IQ-Aufklärungsarbeit an Schulen betrieben wird.

Global Leader network Award:
GABLE @ Procter & Gamble

Gegründet in den 90er Jahren setzt es sich seitdem intern, extern und vor allem international für LGBT*IQ-Chancengleichheit ein. In eindrucksvollen Kurzreportagen beispielsweise erzählt es gemeinsam mit der BBC die Anfänge und Fortschritte des LGBT*IQ-Engagements im Unternehmen und auch die Entstehungsgeschichte des Netzwerks selbst. Das Netzwerk ist in 43 Ländern mit 5.000 Netzwerker_innen aktiv und prägt so LGBT*IQ-Diversity unternehmensweit. Intern gibt es Aufklärungstrainings zu LGBT*IQ, man feiert im Unternehmen die eigene Diversity & Inclusion Kultur und informiert dabei auch in der breiten Belegschaft über das LGBT*IQ-Netzwerk, um weitere Engagierte zu werben. In Mitarbeiter_innenumfragen will man direkt von LGBT*IQ-Mitarbeiter_innen erfahren, wie es um das eigenen Akzeptanzgefühlt steht und wie die Offenheit im Unternehmen zur sexuellen Orientierung und Identität ist. Auch extern ist das Unternehmen sichtbar zu Diversity-Themen. Über Werbespots zu Gender Biases, bis hin zu LGBT*IQ-orientierten Marketing Kampagnen, kooperiert das Unternehmen mit verschiedenen LGBT*IQ-NGOs, um so Chancengleichheit von LGBT*IQ-Menschen auf dem gesamten Globus zu erreichen.

Big Impact Initiative Award:
be.queer LGBTIQ And allies bei Bertelsmann

Den Preis in der Kategorie Big Impact Initiative hat in diesem Jahr das Netzwerk be.queer von Bertelsmann gewonnen. Das Unternehmen veröffentlichte unter anderem zum diesjährigen Coming Out Day kreative Beiträge, die das Coming Out am Arbeitsplatz den eigenen Mitarbeiter_innen stärker ins Bewusstsein rücken soll.  So hielten sie sich nicht nur in ihrem eigenen Kreis auf, sondern nahmen das Vorhaben zum Anlass mehrere Generationen und Ressorts des Unternehmens mitwirken zu lassen. Dazu initiierten sie das erste divisionsübergreifende Azubiprojekt und regten so zum Perspektivenwechsel in mehreren Firmen an. „Wir haben eine soziale Verantwortung und sind ein starkes Instrument für die breite Bevölkerung. Durch das Video können wir auch in der Gesellschaft auf das Thema aufmerksam machen und dafür eines unserer Markenzeichen nutzen – das Bewegtbild.“

Rising Star Award:
MORE* Queer@OttoGroup

Das Netzwerk MORE* der Otto Group hat den Rising Star Award 2019 gewonnen. Erst Ende Juli 2019 gegründet, positioniert es sich klar im Unternehmen mit den klassischen Aufgaben: Mitarbeiter_innen miteinander zu vernetzen – egal ob queer, Ally oder einfach neugierig. Sie setzen aktiv ein Zeichen pro LGBT*IQ-Vielfalt und gegen Diskriminierung und geben jenen eine Stimme, die sie nicht oder noch nicht gefunden haben. Bereits jetzt haben sie durchgesetzt, dass die Rainbowflag dauerhaft einen Platz zwischen ihren Konzernflaggen erhält und haben zudem dafür gesorgt, dass der Weg in die Arbeit zukünftig über einen extra angelegten Pride-Walk erfolgt. Mittlerweile gehören dem Netzwerk über 200 Mitarbeiter_innen an. Und bei allen Beteiligten wird deutlich: „Wir sind der Überzeugung, dass Konzerne im gesellschaftlichen Diskurs eine wachsende Verantwortung innehaben und aktiv Stellung pro Vielfalt beziehen müssen.“

Global Leader Network Award:
dbPride – LGBTQI-Netzwerk Deutsche Bank

Das Netzwerk dbPride der Deutschen Bank erhält den Global Leader Network Award 2019. Durch beeindruckende Aktivitäten in verschiedenen Ländern haben sie deutlich gemacht, wie sie LGBT*IQ-Chancengleichheit vorantreiben. Mit gezielten Aktionen setzen sie sich nicht nur in der eigenen Unternehmenskultur für einen tatsächlichen Wandel hin zum Besseren ein. Sondern tragen weltweit aktiv zur Veränderung der politischen und gesellschaftlichen Situation von LGBT*IQ bei. Sie waren aktiv an der Erstellung der LGBTI Standards of Conduct for Business beteiligt und zählen zu den engagiertesten Mitgliedern von unterschiedlichen Initiativen, Deklarationen und Statements. Determiniert und effektiv, sorgt dieses Netzwerk dafür, dass ihr Unternehmen seiner Unternehmensphilosophie auch Taten folgen lässt.

Big Impact Initiative Award:
RBg der Bosch Gruppe

Der Award in der Kategorie Big Impact Initiative, ging dieses Jahr an das Netzwerk RBg der Bosch Gruppe, welches über das Jahr verteilt und insbesondere zur Pride-Saison 2018 mit einer Vielzahl an Aktionen die Sichtbarkeit von LGBT*IQ als arbeitsrelevantes Thema in der Gesellschaft stärkte. Dabei beschränken sie sich nicht nur auf ihr eigenes Unternehmen, sondern nutzen ihre Präsenz auch dazu die Aktivität anderer Unternehmen und Organisationen hervorzuheben.  In keinem Jahr war die LGBT*IQ-Chancengleichheit im Arbeitsleben so stark thematisiert wie in diesem – und dies geht zu großen Teilen auf dieses Netzwerk zurück!

Rising Star Award:
GLOW von Sandoz

Das 2017 gegründete Netzwerk konnte in kurzer Zeit die aktive Unterstützung und Mitarbeit ihres Head of Global HR sowie ihrer Head of Global Diversity & Inclusion gewinnen und legte so die Grundlagen für hohen Support. Weiterhin wurde der Grundstein für eine globale Aufstellung des Netzwerks in enger Zusammenarbeit mit dem D&I Global Team gelegt und die Sichtbarkeit von LGBT*IQ sowohl in den eigenen Reihenals auch nach außen aktiv erhöht! Die klaren Ziele und strategische Vernetzung machen das Netzwerk bereits jetzt zu einem Meinungsmacher und die Message an die LGBT*IQ-Community ist: Hier seid ihr willkommen, hier gehört ihr dazu!

Global Leader Network Award:
PRIDE at Accenture

Immer wieder hat das Unternehmen durch seine starken Out Executives für eine Verbesserung der Situation von LGBT*IQ in Deutschland gesorgt. Durch strategisches Vorgehen und reflektierte Aktionen setzt das Netzwerk außerdem global auf allen wichtigen Ebenen des Unternehmens an und dehnt die Grenzen des Möglichen für LGBT*IQ insbesondere in Ländern mit LGBT*IQ-feindlichen Strukturen. Entsprechend dem Slogan “ONE global Network, 44 Countries, ONE global policy”, sorgen sie für einen beispielhaften Umgang mit LGBT*IQ-Diversity im eigenen Unternehmen und darüber hinaus.