PROUT AT WORK und RAINBOW mit gemeinsamem Wagen beim CSD Berlin gegen Homo- und Transphobie am Arbeitsplatz

Am diesem Samstag nehmen PROUT AT WORK und RAINBOW, die Gruppe lesbischer und schwuler Angehöriger des Auswärtigen Amts, erstmals mit einem gemeinsamen Wagen am Berliner CSD teil. Der Wagen Nr. 42 steht unter dem Motto: „Everyone’s business! LGBT* mit IQ – live it professionally, demand it nationally, fight for it globally“.

Berlin/München, 22. Juli 2016 – Auch heute noch sind Homo- und Trans*phobie an der Tagesordnung und ist Homosexualität in etwa 80 Ländern auf der Welt strafbar. LGBT*IQ-Menschen (= lesbian, gay, bisexual, transgender, intersexual & queer) werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Selbst in Deutschland trauen sich über 50 Prozent der Lesben, Schwulen und Bisexuellen nicht, sich am Arbeitsplatz zu outen, weil Menschen, die sexuell und/oder geschlechtlich vermeintlich anders sind, am Arbeitsplatz offene oder verdeckte Diskriminierung erfahren.

Die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind gesellschaftlich relevant, sie spielen auch am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Nur in einem offenen Arbeitsumfeld können Unternehmen die Talente und Energien ihrer Mitarbeiter_innen voll ausschöpfen. Daher nimmt die PROUT AT WORK-Foundation gemeinsam mit RAINBOW, der Gruppe lesbischer und schwuler Angehöriger des Auswärtigen Amts, mit einem Demo-Wagen am Berliner CSD 2016 teil. Beide Organisationen setzen sich für Chancengleichheit am Arbeitsplatz ein, unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und geschlechtlichem Ausdruck. Der Wagen soll dazu aufrufen, weltweit für die Rechte und die Chancengleichheit von LGBT*IQ-Menschen einzustehen.

RAINBOW und PROUT AT WORK haben gemeinsame Ziele und gehen mit vereinten Kräften an den Start, um eine umso stärkere Message auszusenden. Hierzu Albert Kehrer, Vorstand von PROUT AT WORK, und Nadia Gaudian von RAINBOW im Auswärtigen Amt: „Wir hoffen, dass vom CSD ein kraftvolles Signal gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung weltweit ausgeht. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass sexuelle Orientierung keine Privatsache ist und dazu aufrufen, dass sich alle auch für Chancengleichheit am Arbeitsplatz einsetzen“.

Auf dem gemeinsamen Wagen werden 150 Menschen mitfahren – aus dem Auswärtigen Amt, der Wirtschaft sowie aus einigen diplomatischen Vertretungen in Berlin. Wir alle gehen im Privatleben wie auch in der Arbeitswelt offen mit unserer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität um. Uns begleiten zahlreiche Straight Allies, also heterosexuelle Menschen, die unser Thema und uns unterstützen.

Der gemeinsame Wagen von PROUT AT WORK und RAINBOW wurde durch die Unterstützung des Auswärtigen Amts ermöglicht. Selbstverständlich werden dafür keine Spendengelder verwendet. Wir werben auf dem Berliner CSD für unsere Arbeit und appellieren an das Engagement jeder/s Einzelnen.

Die PROUT AT WORK-Foundation ist eine selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie unterstützt als erfahrener Ansprechpartner Arbeitnehmer und Unternehmen beim Auf- und Ausbau von Mitarbeiter-Netzwerken und sensibilisiert für den richtigen Umgang mit der sexuellen Identität von Mitarbeitenden. Satzungsgemäß setzt sie sich für die Chancengleichheit von Menschen jeglicher sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität und geschlechtlichen Ausdrucks am Arbeitsplatz ein. Über verschiedene Bildungsprojekte möchte sie einen Beitrag zum Abbau von Homophobie im Arbeitsleben leisten. Im Beirat sitzen die stiftenden Unternehmen. Die Stiftung hat Ihren Sitz in München.

RAINBOW ist der informelle Zusammenschluss von lesbischen und schwulen Angehörigen des Auswärtigen Amts und ihrer (Lebens-)Partner_innen.