Pinkwashing – Was ist das eigentlich?

Pinkwashing ist ein aktuelles Thema – insbesondere zur Pride Season. Doch was meint das eigentlich?

Im Allgemeinen sind darunter Strategien zu verstehen, die Unternehmen oder Organisationen dazu nutzen, um sich besonders tolerant und offen in der Öffentlichkeit zu positionieren, indem sie sich scheinbar mit der LGBT*IQ-Community identifizieren und die Regenbogenflagge als Trendsymbol verkaufen.

Der Verkauf von Produkten in Regenbogenfarben oder die Teilnahme an CSDs sagen allerdings nur wenig bis gar nichts über das tatsächliche Engagement des jeweiligen Unternehmens aus.
Dazu ist ein Blick hinter die Kulissen notwendig, um herauszufinden wie wichtig das Thema wirklich ist. Nur wenn das Unternehmen ein echtes LGBT*IQ-Diversity betreibt, ist auch der externe Business Case glaubhaft.

Woran ist erkennbar, dass ein Unternehmen kein Pinkwashing betreibt?

Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir haben dafür eine kurze Checkliste erarbeitet:

  • Top Management Support:Unterstützt das Unternehmen aus dem Vorstand bzw. der Geschäftsführung heraus LGBT*IQ-Diversity?
  • LGBT*IQ als Teil der Diversity-Strategie: Gibt es eine Diversity Abteilung mit konkreten Ansprechpersonen für die Themen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität?
  • Mitarbeiter_innen-Netzwerk: Wird ein internes LGBT*IQ-Mitarbeiter_innennetzwerk gefördert? Existiert überhaupt solch ein Netzwerk?
  • Talentförderung: Gibt es Personalentwicklungsmaßnahmen speziell für LGBT*IQ Personen?
  • LGBT*IQ-relevante Kommunikation: Werden LGBT*IQ Themen im Unternehmen ganzjährig angesprochen ?
  • Support der Community: Arbeitet das Unternehmen mit gemeinnützigen Organisationen der LGBT*IQ Community zusammen?

Erst wenn ein Großteil dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet werden kann, wirkt das Unternehmen auch mit Produkten und Werbung für die LGBT*IQ-Community glaubhaft.

Da vieles davon von außen nicht sichtbar ist, lohnt sich der Blick hinter die Kulissen. Wird die LGBT*IQ-Diversity im Unternehmensalltag von Führungskräften und Mitarbeiter_innen gelegt, verleiht das auch dem Unternehmen die nötige Glaubwürdigkeit, mit der das Thema LGBT*IQ-Chancengleichheit zum festen Teil der Unternehmenskultur und der Vorwurf des Pinkwashings somit nichtig wird.

Fragen? Meldet Euch gerne bei uns unter info@proutatwork.de