AXA


Jana Tomše ist im Bereich Diversity & Inclusion bei AXA beschäftigt. Sie implementiert Förderprogramme für Frauen, koordiniert diversityspezifische Netzwerke von Mitarbeitenden und steht für eine Kultur der Wertschätzung. Diversity ist für sie eine Herzensangelegenheit und aus ihrer Sicht aus der Unternehmenskultur von AXA nicht mehr wegzudenken. Parallel zu ihrer Arbeit bei AXA beendet sie gerade ihr Masterstudium der Wirtschaftspsychologie mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

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PROUT AT WORK (PAW): Frau Tomše, Diversity ist in großen Unternehmen lange ein Thema. Wie reagiert die Belegschaft darauf, dass die AXA einen Fokus auf LGBT*IQ-Diversity legt?

Jana Tomše: Bei AXA legen wir großen Wert auf ein tolerantes Miteinander und empfinden Vielfalt als eine bereichernde und kreative Ressource. Neben den Themenbereichen Gender Diversity und Multigenerations liegt bereits seit einigen Jahren ein wichtiger Fokus auf LGBT*IQ-Diversity. Unsere Mitarbeitenden sind mit der Thematik gut vertraut. Neben unseren ganzjährigen internen Aktionen nehmen wir seit 2014 mit einem eigenen Wagen an der Christopher Street Day Parade in Köln teil. Jährlich beteiligen sich daran über 300 Mitarbeitende von AXA.

PAW: Welche Aktivitäten gibt es von AXA zu LGBT*IQ-Diversity?

Jana Tomše: Wir legen Wert darauf, dass alle Mitarbeitenden – ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung  – sich bei uns wohl fühlen. Daher arbeiten wir permanent an der Awareness in unserem Unternehmen, was diese Themen angeht. Mit Rat und Tat steht uns dabei Jörg Schmidt, Konzernpersonalleiter und Vertrauensperson LBT*IQ zur Seite. Darüber hinaus hat sich in unserem Hause das sogenannte Regenbogen-Netzwerk etabliert. In Zusammenarbeit mit deren Chair-Team werden Stammtische, Auftritte auf Diversity-Messen und natürlich die Teilnahme am CSD organisiert.

PAW: Sie sind seit 2018 im Diversity-Management. Wie war Ihr Weg dorthin? Und warum ist es für Sie eine Herzensangelegenheit sich für gerade LGBT*IQ stark zu machen?

Jana Tomše: Mein erster bewusster Berührungspunkt mit Diversity war ein Hochschulprojekt zum Thema Awareness. Ab diesem Zeitpunkt richtete ich mein Studium weitest möglich auf Vorurteils- und Genderforschung aus. Vergangenes Jahr traf ich den Chief  Diversity Officer von AXA, Christian Riekel, auf dem CSD und er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, das Diversity-Team zu ergänzen. Ich habe sofort zugesagt.
Im privaten wie beruflichen Umfeld konnte ich vorher mehrfach beobachten, wie einschränkend es ist, wenn ein Mensch nicht voll zu seiner sexuellen Orientierung stehen kann. Es gehen so viel Lebensqualität und Entwicklungspotenzial verloren. Das macht dieses Thema für mich zu meiner Herzensangelegenheit.

PAW: Wo sehen Sie Herausforderungen und wo auch Chancen für LGBT*IQ-Diversity in Ihrem Unternehmen in den kommenden Jahren?

Jana Tomše: Wenngleich ich von der Kultur der Offenheit und Toleranz bei AXA überzeugt bin – es kostet dennoch viel Mut zu seiner sexuellen Orientierung und Identität zu stehen. Das wird auch so lange eine Herausforderung bleiben, bis die sexuelle Orientierung gesellschaftlich keine Rolle mehr spielt.

PAW: Mit den Herausforderungen und Chancen im Hinterkopf – wobei erhoffen Sie sich Unterstützung und Input von PROUT AT WORK und wie könnte dieser aussehen?

Jana Tomše: Wir arbeiten stetig daran bei AXA eine Atmosphäre der Offenheit für bunte Persönlichkeiten zu schaffen. Für den Fokus auf LGBT*IQ ist PROUT AT WORK ein wichtiger Partner für uns. Ihr gebt uns eine Plattform zum Austausch, Inspiration und Hilfestellung.  Gleichzeitig möchten wir gemeinsam ein Zeichen gegen Diskriminierung nach außen setzen.

PAW: Liebe Frau Tomše, vielen Dank für das Gespräch!