Die Dritte Option

Am 9. November 2017 urteilte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG), dass Menschen, „die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen“[1] , eine positive Geschlechtsbezeichnung zusteht. War es bis dato ausschließlich möglich neben den Eintrag als „weiblich“ oder „männlich“ im Geburten- und somit im Personenstandsregister, auf eine Angabe der Geschlechtsbezeichnung zu verzichten, fordert das Urteil des BVerfGs mit der Einführung einer dritten Option, auch Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung eine tatsächliche Angabe ihres Geschlechts zu ermöglichen. Mit dem Urteil des BVerfG zu einer dritten Geschlechtsoption folgte zum 1. Januar 2019 die „gesetzliche Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben“ und mit ihr die Einführung eines dritten Auswahlkästchens mit der Bezeichnung „divers“. Auch wenn zur dritten Option laut Gesetz kein Erfüllungsaufwand für Wirtschaft und Verwaltung besteht, gibt es doch Überschneidungen mit dem Arbeitsrecht, die eine rechtskonforme Umsetzung für Arbeitgeber_innen enorm erschwert.

 

In unserem HOW TO Nr. 7 erklären wir Ihnen, was Geschlecht in unserer Gesellschaft tatsächlich bedeutet, was die Einführung der dritten Option generell besagt und was daraus für Arbeitnehmer_innen und Arbeitgeber_innen folgt. Weiter bietet Ihnen der Guide eine Sammlung an Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um das Gesetz in Ihrem Unternehmen umzusetzen und eine willkommene und offene Arbeitskultur zu schaffen.