CSD-Saison 2025: Pirna und Bautzen

Der Christopher Street Day (CSD) ist in diesem Jahr wichtiger denn je. Denn rechte Strömung bedrohen die Rechte queerer Menschen und sorgen dafür, dass Diskriminierung wieder zum Alltag gehören kann. Besonders in Ostdeutschland ist ein klarer Trend rechter und rechtskonservativer Strömung zu erkennen. Aus diesem Grund war auch PROUT AT WORK auf den CSDs in Pirna und Bautzen vertreten, um ein Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Toleranz zu setzen.

CSD Pirna

Am 12. Juli 2025 fand der 14. CSD in Pirna statt. Das diesjährige Motto lautete: „Vielfalt geht queer durch die Gesellschaft!“. Der CSD Pirna ist zwar einer von vielen Pride-Paraden in ganz Deutschland – braucht aber ganz besondere Aufmerksamkeit. Im vergangenen Jahr verbot der Bürgermeister von Pirna erstmals das Hissen der Pride-Flagge am Rathaus. Deshalb ist es PROUT AT WORK ein Anliegen, in dieser Stadt umso mehr ein Zeichen für queere Vielfalt und Demokratie zu setzen und sich solidarisch mit den dort lebenden Queers zu zeigen.

Albert Kehrer, Vorstandsvorsitzender von PROUT AT WORK, bekam die Möglichkeit, auf dem CSD Pirna auf der Bühne zu sprechen und ein Zeichen für Vielfalt zu setzen:

„Queerfeindlichkeit nimmt zu – nicht nur im Netz, sondern auch auf der Straße, am Arbeitsplatz. Und genau deshalb sagen wir heute laut und deutlich: Unternehmen haben eine klare Verantwortung. Nicht nur für wirtschaftlichen Erfolg. Sondern für die Menschen – für die queeren und nicht-queeren Mitarbeitenden“, so Albert Kehrer.

CSD Bautzen

Am 10. August 2025 wurde der 3. CSD in Bautzen veranstaltet. Im vergangenen Jahr war der CSD in Bautzen von massiven Protesten Rechtsextremer begleitet worden. Deshalb ist es umso wichtiger, aufzustehen, laut zu sein und gemeinsam gegen Hass einzustehen.

Gemeinsam mit ARCO – dem Pride-Netzwerk der Commerzbank – nahm auch PROUT AT WORK in diesem Jahr am CSD in Bautzen teil. Ziel war eine gemeinsame Teilnahme an der Kundgebung „Für eine offene und vielfältige Arbeitswelt“ und anschließend das Bilden einer Laufgruppe bei der CSD-Demo. Dabei hatte auch Jo Labecka von PROUT AT WORK die Gelegenheit, Worte an die Menge zu richten:

„Gerade in Regionen wie dieser, in denen queere Sichtbarkeit keine Selbstverständlichkeit ist, braucht es Mut. Mut von euch allen, heute hier zu sein. Mut, euch zu zeigen – oder solidarisch einzustehen. Wir sind heute hier, weil wir an eine Welt glauben, in der niemand mehr zwischen dem eigenen Ich und dem eigenen Job wählen muss. Wir sind hier, weil Gleichstellung nicht nur in Berlin, München oder Köln stattfinden darf – sondern überall“, so Jo Labecka.

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